Wohnbericht Duisburg

Mut zu neuen Wegen in der Wohnungspolitik

Der aktuelle Wohnbericht und auch der regionale Wohnungsmarktbericht machen deutlich, in welchen Ortsteilen Duisburgs dringender Handlungsbedarf besteht. Hier sind Stadt, Land, Bund und die kommunale Wohnungswirtschaft gleichermaßen gefordert.

Sait Keleş, Grüner Landtagskandidat, meint dazu: „Die Rot-Grüne Landesregierung hatte sich mit ihrem 850 Mio. € Wohnraumförderungsprogramm ein hohes Ziel gesetzt, um den Wohnungsbestand an heutige Bedürfnisse anzupassen. Barrierefreiheit und Energieeffizienz sind hier nur als Beispiele genannt.“

Bund und Land dürfen in dieser Frage jedoch nicht „aneinander vorbei fördern“. Wenn parallel zu Landesprogrammen vom Bund Förderprogramme aufgelegt werden, die den Investoren deutlich bessere Konditionen mit niedrigeren Zinssätzen versprechen, „dann muss man sich nicht wundern, wenn die Landesmittel nicht abgerufen werden. Hier müssen wir eine klare Abgrenzung oder aber inhaltliche Erweiterung des Landesprogramms erarbeiten“, so Keleş weiter.

„“Abriss und Neubau“ wäre ein weiteres Modul, das im Förderkatalog des Landes integriert werden könnte. Auch in Duisburg gibt es Quartiere, die durch Investitionen in den Bestand nicht mehr Lebensqualität bieten. Die Lage verbessert sich eben nicht. Der seit Jahrzehnten anhaltende Duisburger Bevölkerungsschwund muss als Chance verstanden werden, dort Häuser abzureißen, neue zu errichten oder Freiraum zu schaffen, wo die Menschen nicht gerne wohnen, wie z. B. in einigen Straßenzügen von Hochfeld, Neuenkamp, Marxloh oder Ruhrort. Die Möglichkeit war bisher über das 200 Mio. €-Förderprogramm zum Bestandsinvest aber nicht gegeben“, bedauert Sait Keleş

Das Mietangebot zu verknappen, um Vermietern höhere Mieteinnahmen zu ermöglichen, ist nicht Ziel der Politik. Angesichts der etwa 14.000 leer stehenden Wohnungen in Duisburg, steht die Politik jedoch im Zugzwang im Interesse derer, die sich für ein lebenswertes Duisburg entschieden haben und hier bleiben wollen“, ist Keleş überzeugt. „Wir brauchen einen Masterplan, der die gesamte Stadt berücksichtigt, ohne bestimmte Stadtteile zu bevorzugen und andere zu vernachlässigen.“

Die GRÜNEN fordern daher auch in ihrem Wahlprogramm für die Landtagswahl „Eine grüne Stadt für alle“ mit hoher Baukultur, Klimaneutralität und Energieeffizienz (Passivhausstandard) auch im Rahmen von sozialer Wohnraumförderung.

Der Landtagswahlkampf hat begonnen!

10 Gründe für Grün: NRW braucht stärkere Grüne

 Wir treiben die Energiewende voran

Wir wollen mit einem Klimaschutzgesetz Energiesparen stärker fördern und erneuerbare Energien schneller ausbauen. Umwelt- und Klimaschutz schaffen neue Jobs mit Zukunft.

 Wir schaffen ein grünes und gesundes NRW

Wir wollen eine lebenswerte Umwelt für alle Menschen. Wir unterstützen die Gründung des Nationalparks in Ostwestfalen-Lippe. Wir setzen uns konsequent für saubere Luft, gesunde Lebensmittel, Lärmschutz und wirksamen Tierschutz ein.

 Wir sichern zukunftsfähige Mobilität für alle in NRW

Wir haben das Sozialticket ermöglicht. Wir streiten für einen gut ausgebauten ÖPNV und setzen auf Schiene, Radwege und den Erhalt von Straßen und Brücken.

 Wir stärken NRW als Land der Bildung

Mit neuen Gesamt- und Sekundarschulen fördern wir längeres gemeinsames Lernen. Die Kopfnoten sind abgeschafft. Den Ganztag bauen wir aus. Wir wollen schrittweise Schulen schaffen, in denen Kinder mit und ohne Handicap gemeinsam lernen. Die Klassen werden nach und nach kleiner, kleine Grundschulen haben neue Chancen.

 Wir wollen das Beste für unsere Kinder in NRW

Wir haben mehr und bessere Kita-Plätze geschaffen. Wir wollen, dass alle Eltern einen hochwertigen Betreuungsplatz auch für unter 3-Jährige bekommen.

 Wir stärken die Hochschulen in NRW

Wir haben die Studiengebühren abgeschafft und die Hochschulfinanzierung gesichert. Wir wollen mehr Studienplätze einrichten und die Mitbestimmung an den Hochschulen stärken.

 Wir schaffen ein sozial gerechtes NRW

Wir kämpfen für einen flächendeckenden Mindestlohn. Wir wollen eine gute, wohnortnahe und bezahlbare Gesundheitsversorgung für alle. Alle, auch pflegebedürftige Menschen, sollen gut versorgt werden und in ihrer gewohnten Umgebung leben bleiben können.

 Wir stärken weiter die Städte und Gemeinden in NRW

Die Finanzsituation der meisten Kommunen ist dramatisch. Deswegen gibt es Hilfen für die Entschuldung notleidender Kommunen. Vom Bund fordern wir Entlastung bei den steigenden Sozialausgaben. Fördermittel müssen nach Bedarf, nicht nach Himmelsrichtung, verteilt werden. Den Landeshaushalt wollen wir konsolidieren und im Bund eine Vermögens- und höhere Erbschaftssteuer einführen.

 Wir machen NRW noch demokratischer

Wir wollen, dass in NRW die Menschen noch leichter mit Volksentscheiden direkt mitbestimmen können. Alle Behörden sollen ihre Informationen für alle Bürgerinnen und Bürger frei zugänglich veröffentlichen, um Transparenz und Mitbestimmung zu verbessern.

 Wir streiten weiter für ein gleichberechtigtes NRW

Wir wollen mehr Frauen in Führungspositionen und eine gleichwertige Bezahlung von Frauen und Männern.

 

Duisburger Abwahlbündnis

Liebe Mitglieder des OV DU-West/Ruhrort, liebe Freundinnen und Freunde,

ich melde mich heute bei Euch für das Duisburger Abwahlbündnis. Wie bekannt, findet am Sonntag, 12.02.2012 die landesweit erste Abstimmung zur Abwahl eines Oberbürgermeisters nach dem geänderten § 66 der Gemeindeordnung statt. Wie das geht, steht hier: http://www.neuanfang-fuer-duisburg.de/

Das Duisburger Abwahlbündnis hat sich in den letzten Tagen formiert und informiert nun über diese Wahl und die Möglichkeiten der Bürgerinnen und Bürger. Hierzu finden auch im Bezirk Homberg/Ruhrort/Baerl jeden Samstag Infostände auf dem Marktplatz in Hochheide statt. Des Weiteren sind zusätzliche Aktionen geplant, unter anderem in Baerl.

Um uns auszutauschen, haben wir einen Stammtisch eingeplant; hierzu treffen sich alle Interessierten am 23.01.2012 um 19.00 Uhr in der Gaststätte Lindenhof, Lauerstrasse 69 in Homberg. Wir freuen uns über jeden der hier mitmachen will, jede Möglichkeit der Beteiligung, von Teilnahme an Infoständen, Verteilung von Infomaterial, Plakatierung oder Fahrdienst etc. ist willkommen. Bitte leitet diese Information auch an Freunde und Bekannte weiter.

Danke und mit grün-solidarischen Grüßen

Dietmar Beckmann

Sprecher des OV DU-West/Ruhrort